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Bitcoin, der dezentrale Portfolio-Hedge

Geld anlegen, Vermögensaufbau, Investieren, passives Einkommen, finanzielle Freiheit.

Geschichte und Funktionsweise von Bitcoin

Im nachfolgenden Artikel wird kurz und bündig erläutert, warum du Bitcoin als separate Anlageklasse deinem Portfolio beigemischen werden solltest. Aufgrund der nachfolgenden Punkte glauben wir an einen erhöhten kommerziellen Einsatz dieser Technologie, welche als Hedge, sowie als Renditenbooster in unserem Portfolio dienen soll.

Bitcoin, die technologische Mutter

Bitcoin wurde durch Satoshi Nakamoto geschaffen, welche(r) 2008 das diesbezügliche Whitepaper und 2009 die erste Referenzimplementierung veröffentlichte. Bis heute ist nicht bekannt, welche Person oder Organisation hinter diesem Pseudonym steht. Bitcoin wurde somit zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise ins Leben gerufen, als das Vertrauen zu zentralen Instanzen wie Zentralbanken ein neues Tief erreichte.

Ein Beispiel bezüglich Vertrauen:

Befindet sich ein Land in einer Wirtschaftskriese (hoher Verschuldungsgrad etc.), so kann seitens der Regierung beispielsweise die Entscheidung getroffen werden, mehr Geld zu „drucken“. Ein heikler Prozess der bei einer FIAT Währung möglich ist. Ein Beispiel diesbezüglich wäre der Kauf von Staatsanleihen oder Aktien durch die EZB..

Grundsätzlich kann somit das Wirtschaftswachstum wieder angekurbelt werden, wenn den richtigen Instanzen frisches Kapital zur Verfügung gestellt wird. Andererseits kann dies auch zu einer unerwünschten Erhöhung der Inflation führen bzw. in weiterer Folge zu einer Hyperinflation. Aktuell kann Venezuela betrachtet werden. Ein weiteres Beispiel bezüglich einer finanziellen Abhängigkeit bei einem zentralisierten System finden wir in Griechenland. So wurde den Bürgern bis 1. September 2017 nicht ermöglicht, mehr als €840 in zwei Wochen abzuheben.

Dies verdeutlicht die Problematik von ungewünschten verpflichtenden Maßnahmen zentraler Institutionen, welche durch die Gründung von Bitcoin eliminiert werden sollte.

Das Funktionsprinzip von Bitcoin

Anders als bei einer normalen Banktransaktion von Person A zu Person B gibt es keinen Mittelsmann (Bank), welche diese Transaktion durchführt und protokolliert. Nachfolgend siehst du ein vereinfachtes Funktionsprinzip unserer aktuellen Transaktionskultur:

Zentralisiertes System

Zentralisiertes System

Hier tätigt Person 1 eine Zahlung an Person 2-3. Die Bank reduziert das Konto von Person 1 um den gewünschten Betrag und erhöht den Bestand von Person 2-3 gemäß dem Überweisungsauftrag. Die Bank managt und protokolliert diesen Prozess und erhebt hierfür meist eine kleine Gebühr.

Kein Mittelsmann, keine zentrale Instanz

Bei Bitcoin wurde dieser zentrale Mittelsmann mittels einem innovativen Ansatz eliminiert. Jede Person kann das Protokoll aller Transaktionen speichern bzw. aktualisieren. Wird die zuvor beschriebene Überweisung von Person 1 getätigt, regelt diesen Prozess nicht nur eine zentrale Stelle. Alle Teilnehmer im Netzwerk können die Korrektheit bestätigen. Daher jenen Tatbestand, dass sich das Vermögen von Person 1 reduziert und Person 2-3 diesen Betrag erhalten. Nur wenn 51% aller Netzwerkteilnehmer dasselbe Protokoll vorweisen können, wird die Transaktion als gültig erachtet.

Dezentralisiertes System

Dezentralisiertes System

Bei Bitcoin wird alle zehn Minuten dieses Protokoll erweitert. Dies nennt man das Hinzufügen eines Blockes zur vorhandenen Chain. Deswegen auch Blockchaintechnologie. Ein solcher Block weißt eine Größe von ca. 1MB auf und somit eine begrenzte Anzahl an Transaktionen.

Um zu gewährleisten, dass keine falschen Transaktionen bestätigt werden, muss für diese Bestätigung eine Arbeit verrichtet werden. Das bedeutet, nur wer sich aktiv an diesem Prozess mit Kapital bzw. Arbeit beteiligt, hat ein Stimmrecht. Proof of Work bzw. kurz PoW.

Doch warum sollte im obigen vereinfachten Beispiel eine Arbeit von Person 4 verrichtet werden?

Diese Arbeit wird wiederum mit Bitcoins belohnt und wird mining genannt. Per geschürften Block werden derzeit 12,5 Bitcoins ausgeschüttet und eine Transaktionsfee verrechnet. Die geschürften Bitcoins halbieren sich wiederum alle vier Jahre, bis ein Maximum von 21 Millionen im Umlauf sind. Daher wird Bitcoin auch als digitales Gold betrachtet, da es nur mittels Arbeit geschürft werden kann. Hier werden jedoch keine Bagger eingesetzt, sondern Rechenleistung. Dies führt zu einer deflationären Währung, in welcher es nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird.

Wenn alle Personen die Transaktion bestätigen wollen, wer erhält nun die 12,5 Bitcoin als Belohnung?

Hier wurde folgender geniale Ansatz implementiert: Jede Person erhält eine Rechenaufgabe und jener Teilnehmer, welche diese als erstes löst, erhält die Belohnung. Desto höher daher die jeweilige Rechenleistung ist, desto höher ist die Chance diese Aufgabe als erstes zu lösen. Rechenleistung bedeutet wiederum Kapitaleinsatz und somit ein höheres streben nach der Korrektheit der Blockchain. Skin in the Game.

Der Private Key und der Public Key.

Diese Rechenaufgabe ist schwierig zu lösen und die Komplexität wird ständig soweit erhöht, dass die Lösung im Mittel zehn Minuten in Anspruch nimmt. Ist jedoch die gewünschte Zahl gefunden, kann sofort die Korrektheit des Ergebnisses von allen anderen Beteiligten nachvollzogen werden. Dies ist möglich, da ein kryptographischer Schlüssel gesucht wird.

Du kannst dir dies so vorstellen: Es ist sehr schwierig die Quadratwurzel von 3136 im Kopf zu errechnen, das Ergebnis (56) zu quadrieren ist aber um ein vielfaches einfacher. Ohne jetzt tiefer in die Welt der Kryptographie einzutauchen, sind vorweg noch zwei Begriffe relevant. Der Private Key und der Public Key.

Der Public Key ist jene Adresse, an welche Bitcoins versendet werden können und jeder kann prüfen, wie viele Bitcoins auf dieser Adresse liegen. Um darauf zuzugreifen und diese zu versenden zu können benötigt man jedoch den Private Key. Versendet eine Person A Bitcoins an den Public Key von Person B, so muss Person A diese Transaktion mit ihrem Private Key kennzeichnen. So wird gewährleistet, dass Person A auch definitiv der Eigentümer der Bitcoins ist. Das kryptografische Verhältnis zwischen Public und Private Key kannst du dir nun wie bei dem zuvor genannten Wurzel Beispiel vorstellen. Mittels dem Private Key kann sofort der Public Key errechnet werden, umgekehrt ist es jedoch unmöglich auf den Private Key zu schließen.

Private Key verloren, was nun?

Jede Person kann x beliebig viele Public und Private Keys generieren. Da es keine zentrale Stelle gibt welche die Adressen vergibt (bei einer Bank wäre dies z.B. der IBAN) wird dieser Code per Zufall generiert. Dabei wird einfach eine zufällige Zahl aus 2^256 gezogen. Wer nun glaubt, dass es so zu Doppelvergaben kommt, der irrt sich. Es gibt weniger Atome im Universum als die zuvor genannte 256 Bit Zahl. Dementsprechend gering ist dieses Risiko.

Der Private Key kann daher mit dem Zugangspasswort zu unserem Online Banking Account verglichen werden. Dieser darf niemals öffentlich bekannt gegeben werden. Für den Empfang von Bitcoins muss nur der Public Key genannt werden. Geht der Private Key verloren, gibt es keine zentrale Stelle, welche diesen zurückstellen kann. Verlorener Private Key bedeutet verlorene Bitcoins. Eine sichersten Varianten diesen zu verwahren ist ein Cold Wallet. Beispielsweise ein hochfeuerfester Schutz von Carvenote.

Altcoins

Nach der erfolgreichen Implementierung von Bitcoin wurden diverse Projekte gestartet, welche mit zusätzlichen Features werben. Alternative Coins bzw. Altcoins. Schnellere Transaktionen, bessere Privatsphäre etc. Wenige Projekte haben nach unserer Meinung auch eine Daseinsberechtigung und es wird diesbezüglich ein weiterer Artikel folgen.

Wir haben uns aufgrund eines möglichst sicheren dezentralen Netzwerkes mit einem „Store of Value“ Charakter, für eine Investition in Kryptowährungen entschieden. Genau diese beiden Aspekte sind bei keinem bestehenden Projekt so ausgeprägt wie bei Bitcoin. Anonyme Transaktionen, Smart Contracts und vieles mehr werden voraussichtlich auch zukünftig bei Bitcoin mittels Sidechains realisiert werden.

Nochmals, es gibt viele spannende Projekte in diesem Bereich. Eine solche Investition solltest du jedoch als Beteiligung bei einem Startup werten und ist sicherlich kein dezentraler Portfoliohedge.

Fokus Dezentralisierung

Unser Fokus liegt wie soeben besprochen auf einer sicheren dezentralen Hauptchain. Derzeit beträgt die Marktkapitalisierung von Bitcoin über hundert Milliarden Dollar und die Hashrate, daher die eingesetzte mining Rechenleistung, über 50 Millionen TH/s (Status Oktober 2018).

Schürfende Personen haben begonnen sich zu sogenannten Mining Pools zusammen zu schließen, um eine konstante Ausschüttung zu ermöglichen. Diese gliedert sich derzeit wie folgt:

BTC Hashrate Verteilung

BTC Hashrate Verteilung

Source: https://www.blockchain.com/de/pools

Werden einzelne Miningpools zu groß und erhöhen das Risiko einer 51% Attacke, können schürfende Personen einfach das Pool wechseln.  Ein großer Miningpol entsteht in der Regel auch nur dann, wenn das Vertrauen bezüglich dem Anbieter gegeben ist.

Obwohl Bitcoin die erste und älteste Kryptowährung am Markt ist, bleibt sie für uns, als langfristig denkende Investoren, aufgrund der genannte Punkte die Nummer 1.

Genau aus diesen Gründen investieren wir, in unserem Stonevest Extended Portfolio, 10% in diese Anlageklasse.